| “Fensterputzen
kann doch jeder“ wird sich der Besucher denken, wenn er die
Diskussionen um die richtige Methode des Scheibenreinigens bei Aquarianern
mitverfolgen kann. Dabei geht es nicht um die Aquarienscheiben auf
der Besucherseite, sondern auf der Seite, wo das Wasser, die Pflanzen,
die Fische und der Bodengrund (Sand, Kies, Torf und ähnliches)
gepflegt werden müssen. Da es sich um einen komplexen Lebensraum
handelt, enthält das Wasser Stoffwechselendprodukte, welche
gleichzeitig beste Düngestoffe vor allem für Algen darstellen.
Das Licht über den Becken fördert zudem das pflanzliche
Wachstum. Die Folge ist, dass die Aquarienscheiben „von innen“
langsam aber stetig zuwachsen. Bei den Ablagerungen handelt es sich
hauptsächlich um Kieselalgen, die zusätzlich die Fähigkeit
besitzen zu wandern. Deshalb ist häufig schon wenige Stunden
nach der Reinigung ein neuer Belag festzustellen.
Daher
stellt sich die Frage, wie entferne ich die lästigen Ablagerungen
auf der Innenseite meines Aquariums am besten?
Zur
Reinigung von Silikatglasscheiben hat sich Stahlwolle als effektivstes
Reinigungsmittel erwiesen. Diese ist günstig zu beziehen und
auf Magnete gespannt, die man von außen durch einen Gegenmagneten
bewegt, praktisch anzuwenden.
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Es
gibt jedoch auch Aquarien, die aus anderen Stoffen gefertigt sind.
In unserem Falle erwies sich eine Tunnelröhre aus Polycarbonat
als problematisch. Dieses spezielle Acrylglas ist sehr viel kratzempfindlicher
als Silikatglas und somit nicht zur Reinigung durch Stahlwolle geeignet.Von
außen wird das Polycarbonat mit einem Handschuhstoff und besonderem
Pflegemittel gereinigt. Die Innenseite jedoch ließ sich nur
durch einen Taucher reinigen, der eigens hierfür ins Becken
steigen musste und die empfindliche Scheibe mit einem weichen Filter-Perlon-Vlies
von den Algen befreite.
Diese Methode war sehr kompliziert, da sich der Taucher zusätzlich
mit einem Saugnapf an der Scheibe befestigen musste, um so einigermaßen
konstanten Druck auf die Scheibe ausüben zu können. Nachteilig
war auch, dass scheibenanhaftende Partikel regelmäßig
Kratzer auf der Glasscheibe verursachten.
Des Weiteren wirbelten die Eigenbewegungen des Tauchers große
Mengen Mulm auf, die zu einer störenden Trübung des Wassers
führten.
Dieses
Problem wollten wir lösen. Zusammen mit der Firma VEWATECH
haben wir einen revolutionären Putzroboter entwickelt, der
all diesen Problemen ein Ende bereitet. |
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Das
Gerät mit den Maßen L: 70cm / B: 45cm / H:30cm bewegt
sich wie ein Miniaturpanzer auf zwei Antriebsketten mit einer Geschwindigkeit
von 6-7 Meter pro Minute über die Glasoberfläche. Der
Roboter arbeitet unabhängig von der Scheibenstärke, da
er sich durch seine spezielle Technik selbständig an der zu
putzenden Ebene anheftet. Das Gewicht des Gerätes ist so konzipiert,
dass auch überhängende Scheiben, wie die unserer Tunnelröhre,
kein Problem darstellen. An den Enden befinden sich gefederte Klemmleisten,
zur Befestigung von Perlon-Vlies, vor diesen Leisten befinden sich
Düsen, mit denen lose Partikel von der Scheibe sowohl abgesaugt
als auch weggeblasen werden können, so wird ein Verkratzen
des Polycarbonats sicher vermieden. Die Steuerung des Roboters erfolgt
mittels einer Radio- Control Funkfernsteuerung. Durch ein Schwimmkabel
wird das Gerät mit Strom im Niedervoltbereich versorgt. Selbst
bei schadhafter Elektrik geht von diesem System keine Gefahr für
Tiere und Mitarbeiter aus. Positiv hervorzuheben ist, dass bei den
im Tunnelaquarium lebenden Großfischen des Amazonas keine
Veränderungen ihres natürlichen Verhaltens festgestellt
wurden.
Diese innovative Technik stellt nicht nur eine erhebliche Arbeitserleichterung
dar, sondern auch eine weitere Attraktion in unserem Großaquarium.
Wir danken der Firma VEWATECH für die hervorragende
Beratung und der gelungenen Zusammenarbeit. |